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Kinderfeuerwehr15. Februar 2026FWVS Redaktion14 Min. Lesezeit

Kinderfeuerwehr gründen – Anleitung in 10 Schritten

Kinderfeuerwehr gründen und organisieren: 10-Schritte-Anleitung mit Checklisten, Betreuerschlüssel und Praxistipps.

Kinderfeuerwehr gründen und organisieren – so gelingt es

6.341 Kindergruppen, 99.589 Mitglieder, Tendenz steigend – die Kinderfeuerwehr boomt in ganz Deutschland. Und das aus gutem Grund: Wer die Nachwuchsarbeit schon im Grundschulalter beginnt, baut eine echte Beziehung zur Feuerwehr auf, lange bevor die Jugendlichen überhaupt in die JF wechseln. Der Mädchenanteil liegt übrigens bei beeindruckenden 37,8 % – deutlich höher als in der Einsatzabteilung. Aber wie gründet man eine Kinderfeuerwehr richtig, und vor allem: Wie organisiert ihr den laufenden Betrieb so, dass die Begeisterung nicht nach drei Monaten verpufft? Genau darum geht es hier – von der ersten Idee bis zur eingespielten Organisation.

Warum eine Kinderfeuerwehr gründen und gut organisieren?

Die Nachwuchspipeline beginnt im Kindesalter

Die Kinderfeuerwehr ist das erste Glied einer Kette, die den Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr langfristig sichert:

StationAlterBundesweite MitgliederFunktion
Kinderfeuerwehr4–10 Jahre99.589Spielerische Heranführung
Jugendfeuerwehr10–17 Jahre272.745Feuerwehrtechnische Ausbildung
Einsatzabteilungab 16–18 Jahre1.028.021Aktiver Einsatzdienst

2024 wechselten 12.044 Kinder von der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr. Das sind Kinder, die bereits eine starke Bindung zur Feuerwehr mitbringen und dem Ehrenamt oft langfristig treu bleiben. Aber – und das ist der springende Punkt – das klappt nur, wenn die Organisation stimmt. Eine schlecht organisierte Kinderfeuerwehr verliert ihre Mitglieder schneller, als man „Wasser marsch" sagen kann.

Was euch eine Kinderfeuerwehr bringt

  • Frühkindliche Bildung: Brandschutzerziehung, Erste Hilfe, Teamwork – Kompetenzen, die Kinder ein Leben lang begleiten
  • Hoher Mädchenanteil: 37,8 % – deutlich mehr als in der Einsatzabteilung (11,93 %). Die Kinderfeuerwehr erreicht Zielgruppen, die sonst nie den Weg zur Feuerwehr finden würden
  • Gemeinschaftsstiftend: Kinder verschiedener Hintergründe finden zusammen und lernen, als Team zu arbeiten
  • Öffentlichkeitswirkung: Familien werden erreicht, Eltern engagieren sich – das strahlt auf die ganze Wehr aus
  • Fördermittel: Für Jugend- und Kinderarbeit stehen kommunale und Landesmittel bereit

Die 10 Schritte: Von der Gründung zur gut organisierten Kinderfeuerwehr

Schritt 1: Bedarf ermitteln und Rückhalt sichern

Bevor ihr in die Planung einsteigt, klärt zwei zentrale Fragen – ehrlich und gründlich.

Gibt es Bedarf?

  • Wie viele Kinder im Alter von 4–10 Jahren leben im Einzugsgebiet?
  • Gibt es bereits eine KF in der Nachbargemeinde?
  • Haben Eltern, Erzieher oder die Gemeinde Interesse signalisiert?
  • Gibt es eine Jugendfeuerwehr, die dringend Nachwuchs braucht?

Habt ihr Rückhalt?

  • Sprecht das Vorhaben im Führungskreis an
  • Stellt es in der Dienstversammlung vor
  • Holt die Zustimmung des Wehrführers und des Kommandos ein
  • Informiert den Bürgermeister oder die Gemeindeverwaltung

Ohne Unterstützung von Wehrführung und Kommune wird die Gründung schwierig. Nehmt euch die Zeit, Überzeugungsarbeit zu leisten. Ein Tipp aus der Praxis: Bereitet Zahlen vor – wie viele Kinder im Ort leben, wie die Altersstruktur der FF aussieht, was benachbarte Wehren mit ihrer KF erreicht haben. Harte Fakten überzeugen besser als gute Absichten.

Schritt 2: Satzungsänderung beim Träger beantragen

Die Kinderfeuerwehr muss formal in der Feuerwehr-Satzung oder einer eigenen Ordnung verankert werden. Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt:

BundeslandMindestalter KFHöchstalter KFGesetzliche Grundlage
NRW6 Jahre10 JahreBHKG
Niedersachsen6 Jahre10 JahreNBrandSchG
Bayern6 Jahre12 JahreBayFwG
Baden-Württemberg6 Jahre10 JahreFwG
Hessen6 Jahre10 JahreHBKG
Sachsen4 Jahre10 JahreSächsBRKG
Schleswig-Holstein6 Jahre10 JahreBrSchG
Rheinland-Pfalz6 Jahre10 JahreLBKG
Thüringen6 Jahre10 JahreThürBKG
Brandenburg4 Jahre10 JahreBbgBKG

Schaut genau hin, was in eurem Bundesland gilt – insbesondere beim Mindestalter gibt es Unterschiede, die eure Zielgruppe direkt beeinflussen.

Benötigte Dokumente:

  • Antrag auf Satzungsänderung oder -ergänzung an die Gemeinde
  • Ordnung der Kinderfeuerwehr (Aufnahme, Pflichten, Rechte, Betreuerschlüssel)
  • Gründungsbeschluss der Mitgliederversammlung oder des Feuerwehrausschusses

Schritt 3: KF-Leitung und Betreuerteam finden

Die Kinderfeuerwehrwartin oder der Kinderfeuerwehrwart ist die zentrale Bezugsperson für die Kinder. Wählt diese Position mit Bedacht – hier entscheidet sich, ob die Kinder gerne kommen oder nach drei Treffen das Interesse verlieren.

Qualifikationen für die KF-Leitung:

QualifikationPflicht / EmpfohlenBeschreibung
MindestalterPflicht18 Jahre
Erweitertes FührungszeugnisPflicht§ 72a SGB VIII – bei Arbeit mit Kindern zwingend
Erste-Hilfe-KursPflichtIdealerweise „Erste Hilfe am Kind"
FeuerwehrmitgliedschaftEmpfohlenAktives Mitglied der FF (nicht zwingend)
KF-Wart-LehrgangEmpfohlenAngebot je nach Bundesland
Jugendleiter-Card (JuLeiCa)EmpfohlenBundesweit anerkannte pädagogische Grundausbildung
BrandschutzerziehungEmpfohlenLehrgang über Kreisfeuerwehrverband
Pädagogische ErfahrungEmpfohlenErfahrung mit Kindern (Kita, Schule, Verein)

Was hier nicht in der Tabelle steht, aber mindestens genauso wichtig ist: Der oder die KF-Wartin muss Kinder mögen. Wirklich mögen. Mit allem, was dazugehört – dem Lachen, dem Quatsch, den Tränen, den tausend Fragen. Feuerwehrtechnik kann man lernen, aber Freude am Umgang mit Kindern muss man mitbringen.

Wo findet ihr Betreuer?

  • Aktive Feuerwehrmitglieder mit eigenen Kindern
  • Eltern der KF-Kinder (auch ohne Feuerwehrhintergrund)
  • Ehemalige JF-Mitglieder
  • Erzieher, Lehrer, Sozialpädagogen aus der Gemeinde
  • Studierende mit pädagogischem Hintergrund

Schritt 4: Betreuerschlüssel festlegen

Kinder brauchen intensive Betreuung – das ist kein Bereich, in dem ihr sparen solltet. Ein angemessener Betreuerschlüssel ist entscheidend für Sicherheit und Qualität.

GruppengrößeMindest-BetreuerEmpfohlene BetreuerHinweis
Bis 8 Kinder23Minimum: Vier-Augen-Prinzip
9–12 Kinder34Ideal für den Start
13–16 Kinder34–5Gruppenarbeit sinnvoll
17–20 Kinder45–6Grenze einer Gruppe
Über 205+Zweite Gruppe gründen!

Immer mindestens 2 Betreuer pro Treffen – das Vier-Augen-Prinzip ist nicht verhandelbar. Plant Vertretungen für Urlaub und Krankheit ein, und bei Ausflügen erhöht ihr den Schlüssel auf 1:4 oder besser.

Betreuer motivieren und halten

Ehrenamtliche Betreuer für die Kinderfeuerwehr zu finden ist das eine -- sie langfristig zu halten das andere. Was sich bewährt hat:

  • Regelmäßige Betreuer-Treffen zum Austausch und zur Planung (nicht nur organisatorisch, auch mal gemütlich)
  • Weiterbildungsangebote (Lehrgänge, Seminare) finanzieren
  • Betreuer in der Jahreshauptversammlung öffentlich würdigen
  • Gemeinsame Betreuer-Events (Essen gehen, Ausflug) als Dankeschön
  • Klare Aufgabenverteilung, damit nicht alles am KF-Wart hängt

Schritt 5: Kooperationspartner finden

Eine Kinderfeuerwehr lebt nicht im Vakuum. Kooperationen bereichern das Programm und erleichtern die Organisation enorm. Außerdem sind sie eine hervorragende Werbung.

Mögliche Kooperationspartner:

  • Grundschulen: Brandschutzerziehung im Unterricht, Werbung für die KF
  • Kindergärten/Kitas: Kooperation bei Brandschutztagen, Besuch der Feuerwehr
  • Sportvereine: Gemeinsame Bewegungsangebote, Räumlichkeiten
  • DRK / Malteser: Erste-Hilfe-Kurse für Kinder
  • THW-Jugend: Gemeinsame Aktionstage
  • Polizei: Verkehrserziehung als Ergänzung
  • Förderverein der Feuerwehr: Finanzielle Unterstützung

Schritt 6: Räume und Ausstattung klären

Jetzt wird es praktisch: Wo trefft ihr euch, und was braucht ihr?

Räumlichkeiten:

  • Idealerweise ein eigener Raum im Feuerwehrhaus – für die Kinder ist es das Größte, „im echten Feuerwehrhaus" zu sein
  • Mindestens 2 m² pro Kind (10 Kinder = 20 m²)
  • Kindgerechte Sanitäranlagen in Reichweite
  • Sicherheit: Keine Gefahrenquellen, absperrbare Schränke für Werkzeug

Grundausstattung:

KategorieBeispieleGeschätzte Kosten
BekleidungKF-T-Shirts oder -Jacken, Warnwesten15–30 € / Kind
ÜbungsmaterialKinderschläuche (D-Schläuche), Pylonen, Seile100–300 €
BastelmaterialPapier, Stifte, Kleber, Farben, Scheren50–100 €
LernmaterialBrandschutz-Poster, Notruf-Telefonattrappe50–100 €
Erste HilfeVerbandkasten, kindgerechtes Material50–100 €
SpieleBälle, Staffelstäbe, Hütchen50–150 €

Ein wichtiger Grundsatz: Keine echten Einsatzmittel! Kinder arbeiten nicht mit echten Atemschutzgeräten, scharfen Werkzeugen oder bewegten Fahrzeugen. Nutzt kindgerechte Alternativen – die Kinder haben trotzdem Spaß, und ihr könnt ruhig schlafen.

Schritt 7: Konzept erstellen

Ein schriftliches Konzept ist die Grundlage für den Betrieb und hilft bei der Kommunikation mit Eltern, Gemeinde und Feuerwehr. Klingt nach viel Aufwand, aber wenn ihr das einmal sauber aufschreibt, spart es euch hinterher viel Erklärungsarbeit.

Euer KF-Konzept sollte enthalten:

  1. Ziele: Was wollt ihr erreichen? (Brandschutzerziehung, Gemeinschaft, Nachwuchsgewinnung)
  2. Zielgruppe: Alter, Einzugsgebiet, maximale Gruppengröße
  3. Inhalte: Themenfelder (Brandschutz, Erste Hilfe, Teamwork, Spiel & Spaß)
  4. Methodik: Spielerisches Lernen, altersgerechte Vermittlung, kein Leistungsdruck
  5. Rhythmus: Alle 2 Wochen, 60–90 Minuten, fester Wochentag
  6. Betreuerschlüssel: 1:5 (mindestens 2 Betreuer)
  7. Elternarbeit: Kommunikation, Elternabende, Einverständniserklärungen
  8. Übergang: Wie erfolgt der Wechsel zur Jugendfeuerwehr?
  9. Datenschutz: DSGVO-konforme Datenhaltung bei Kindern

Schritt 8: Öffentlichkeitsarbeit und Werbung

Jetzt müssen die Kinder und Eltern erfahren, dass es bald eine Kinderfeuerwehr gibt. Und glaubt uns: Kinder für die Feuerwehr zu begeistern ist der leichteste Teil des ganzen Projekts.

Bewährte Werbekanäle:

KanalZielgruppeWirksamkeit
Flyer in Schulen und KitasKinder + ElternSehr hoch
Gemeindeblatt / AmtsblattFamilienHoch
Lokale PresseGesamte ÖffentlichkeitHoch
Social Media (Facebook, Instagram)Jüngere ElternMittel bis hoch
Plakate im OrtAlleMittel
Schulbesuche mit FeuerwehrfahrzeugKinderSehr hoch
Tag der offenen TürFamilienSehr hoch
MundpropagandaNachbarn, FreundeHoch

Der absolute Geheimtipp: Ein Besuch mit dem Feuerwehrfahrzeug in der Grundschule. Wenn das LF auf dem Schulhof steht und die Kinder das Blaulicht anschalten dürfen, erzählen sie zu Hause so begeistert davon, dass die Eltern sich von selbst melden. Kein Flyer der Welt schlägt leuchtende Kinderaugen.

Schritt 9: Gründungstag gestalten

Der Gründungstag ist der feierliche Start – macht ihn zu etwas Besonderem! Für die Kinder ist das ein magischer Moment, und auch für eure Wehr ist es ein stolzer Tag.

Programm-Ideen:

  • Begrüßung durch Wehrführer und Bürgermeister
  • Vorstellung des Betreuerteams (mit Namen und Foto)
  • Kennenlernen: Namensspiele, Gruppenspiele
  • Stationen im Feuerwehrhaus: Fahrzeuge anschauen, Schlauch ausrollen, Helm aufsetzen
  • Einkleidung mit KF-T-Shirt
  • Fototermin für die Presse
  • Für die Eltern: Kaffee und Kuchen, Infomaterial, Anmeldeformulare

Parallel erledigen:

  • Anmeldeformulare und Einverständniserklärungen einsammeln
  • Kontaktdaten der Eltern erfassen
  • Termine für die ersten Treffen bekannt geben

Schritt 10: Bei der DJF anmelden und den Betrieb organisieren

Nach der Gründung folgen die formalen Schritte – und dann geht es an die eigentliche Organisation des laufenden Betriebs:

  • Meldung an die Kreis-/Stadtjugendfeuerwehr und den Landesfeuerwehrverband
  • Registrierung bei der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF)
  • Versicherungsschutz über die Feuerwehr-Unfallkasse bestätigen lassen
  • Kinder und Betreuer in der Feuerwehrverwaltung erfassen
  • Jahresthemenplan erstellen und den Eltern mitteilen
  • Ersten regulären Dienst durchführen

Ab hier zeigt sich, ob eure Organisation wirklich funktioniert. Die Gründung ist der Sprint – der laufende Betrieb ist der Marathon. Feste Rituale, klare Strukturen und ein durchdachter Jahresplan machen den Unterschied zwischen einer Kinderfeuerwehr, die wächst, und einer, die nach einem Jahr wieder einschläft.

Häufige Stolpersteine – und wie ihr sie organisatorisch löst

StolpersteinProblemLösung
Zu wenig BetreuerÜberlastung, Ausfall bei KrankheitMindestens 3 Betreuer, Vertretungsplan erstellen
Zu viel FeuerwehrtechnikKinder werden überfordert, verlieren SpaßSpielerisch lernen, max. 30 % Feuerwehrtechnik
Zu lange TreffenUnruhe, Konzentrationsverlust60–90 Minuten sind ideal, maximal 2 Stunden
Keine ElternarbeitMisstrauen, schlechte KommunikationRegelmäßige Info, Elternabende, offene Tür
Fehlende StrukturChaos, Unsicherheit bei KindernFeste Rituale, klare Regeln, Jahresplan
Unregelmäßige TermineKinder verlieren Bindung14-tägig, gleicher Wochentag, gleiche Uhrzeit
Datenschutz ignoriertDSGVO-Verstöße bei KinderdatenDatenschutz-Konzept erstellen

Ein Wort zu den Stolpersteinen: Jeder davon ist aus der Praxis gegriffen. Gerade der Punkt „fehlende Struktur" ist tückisch, weil er schleichend kommt. Am Anfang läuft alles aus Begeisterung, aber nach einem halben Jahr braucht ihr feste Abläufe, sonst wird jeder Dienstnachmittag zum Improvisationstheater.

Finanzierung und Fördermittel

FinanzierungsquelleBeschreibungTypische Höhe
GemeindehaushaltReguläres Feuerwehr-BudgetLaufende Kosten
KreiszuschüsseFörderung der Jugendarbeit100–500 € / Jahr
LandesförderungFörderprogramme für Ehrenamt / JugendarbeitProjektbezogen
FördervereinEigener Förderverein der FeuerwehrFlexibel
SpendenLokale Unternehmen, Eltern, BürgerEinmalig oder regelmäßig
StiftungenDeutsche Feuerwehrstiftung u.a.Projektbezogen

Ein Tipp, der sich bewährt hat: Erstellt einen einfachen Haushaltsplan für die KF. Das zeigt der Gemeinde Professionalität und erleichtert die Budgetfreigabe. Wenn ihr schwarz auf weiß zeigen könnt, dass die KF jährlich 800 € kostet und dafür 15 Kinder an die Feuerwehr bindet, hat kein Bürgermeister ein Gegenargument.

Von Tag 1 digital organisieren

Viele Kinderfeuerwehren starten mit Papier-Anmeldeformularen und Excel-Listen – und bereuen es spätestens nach einem Jahr, wenn die Ordner überquellen und niemand mehr weiß, welches Kind welche Einverständniserklärung abgegeben hat. Nutzt von Anfang an ein Feuerwehr Verwaltungsprogramm.

Vorteile der digitalen Organisation:

AufgabeOhne SoftwareMit Software
Kind anmeldenPapier-Formular, manuell in ExcelOnline-Formular, automatisch gespeichert
ElternkontakteTelefonliste, WhatsApp-GruppeZentrale Kontaktverwaltung, DSGVO-konform
AnwesenheitHandschriftliche ListeDigitale Erfassung per Klick
EinverständniserklärungenPapier im Ordner, oft verlegtDigital verwaltet, Fristüberwachung
Termine planenAushang im GerätehausOnline-Kalender mit Erinnerungen
Übergang zur JFManuelle ÜbergabeNahtlose Datenübernahme

Gerade bei der Organisation einer Kinderfeuerwehr macht digitale Feuerwehr Verwaltungssoftware einen echten Unterschied: Weniger Zettelwirtschaft bedeutet mehr Zeit für das, was wirklich zählt – die Arbeit mit den Kindern.

Lest auch unseren Artikel Was ist eine Kinderfeuerwehr? für allgemeine Informationen und häufige Elternfragen.

Checkliste: Kinderfeuerwehr gründen und organisieren

Vorbereitung (4–8 Wochen vorher)

  • Bedarf ermittelt (Kinder im Einzugsgebiet, Interesse)
  • Rückhalt in der Wehr gesichert
  • Gemeindeverwaltung informiert
  • Satzungsänderung beantragt (falls nötig)
  • KF-Wartin/KF-Wart gefunden
  • Mindestens 2 weitere Betreuer gewonnen
  • Erweiterte Führungszeugnisse beantragt
  • Erste-Hilfe-Kurse für alle Betreuer aktuell
  • KF-Ordnung erstellt
  • Konzept geschrieben

Organisation (2–4 Wochen vorher)

  • Räumlichkeiten geklärt und vorbereitet
  • Grundausstattung beschafft (T-Shirts, Material)
  • Versicherungsschutz geklärt
  • Kooperationspartner angesprochen (Schule, Kita)
  • Werbung gestartet (Flyer, Presse, Social Media)
  • Einverständniserklärungen und Anmeldeformulare vorbereitet
  • Verwaltungssoftware eingerichtet

Gründung und laufender Betrieb

  • Informationsabend für Eltern durchgeführt
  • Gründungstag organisiert und gefeiert
  • Kinder und Betreuer in Verwaltungssoftware erfasst
  • Anmeldung bei Kreis-JF und Landesverband
  • Meldung an Deutsche Jugendfeuerwehr
  • Jahresthemenplan erstellt und kommuniziert
  • Erster regulärer Dienst durchgeführt
  • Feste Rituale und Abläufe etabliert
  • Vertretungsplan für Betreuer erstellt

Fazit

Eine Kinderfeuerwehr zu gründen ist ein Projekt, das sich lohnt – für die Kinder, für die Feuerwehr und für die ganze Gemeinde. Aber die Gründung ist nur der Anfang. Was über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, ist die Organisation danach: ein starkes Betreuerteam, feste Strukturen, regelmäßige Kommunikation mit den Eltern und spielerisches Lernen statt Mini-Feuerwehr.

Die 99.589 Kinder in Deutschlands Kinderfeuerwehren zeigen: Der Bedarf ist da, die Begeisterung ist da – jetzt braucht es nur noch engagierte Kameradinnen und Kameraden, die den ersten Schritt machen. Traut euch!


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