Zurück zum Blog
Kinderfeuerwehr13. Februar 2026Aktualisiert: 07. Oktober 2026FWVS Redaktion14 Min. Lesezeit

25 spielerische Übungen für die Kinderfeuerwehr

25 ausführbare Spiele und Übungen für die Kinderfeuerwehr: Wasserspiele, Brandschutz, Bewegung, Basteln und Teamspiele.

25 spielerische Übungen für die Kinderfeuerwehr

Spiele machen Feuerwehrthemen anschaulich und geben jedem Kind eine Aufgabe, die zu ihm passt. Hier findet ihr 25 Spiele und Übungen in fünf Kategorien (Wasser, Brandschutz, Bewegung, Basteln, Teamspiele), jeweils mit Material, Ablauf und Varianten, dazu eine Muster-Übungsstunde. Wählt aus, was zu eurer Gruppe passt, wandelt es ab und fragt die Kinder nach ihren Eindrücken.

Grundsätze für die Übungen

GrundsatzUmsetzung
Kurze Einheitenzum Beispiel 10–20 Minuten, bei Bedarf kürzer oder länger
Viel BewegungBewegung und Ruhe abwechseln, je nach Gruppe und Raum
ErfolgserlebnisseJedes Kind soll etwas schaffen, ohne Leistungsdruck
AbwechslungNeues anbieten und Bewährtes wiederholen
Feuerwehrbezugmöglichst mit Bezug zur Feuerwehr; manche Spiele wie Farbenwechsel oder Formen legen sind reine Gruppenspiele
AltersgerechtErstklässler brauchen andere Aufgaben als Viertklässler
SicherheitAufsicht klären; alle Spiele hier kommen mit leichtem Spielmaterial aus

Altersangaben nennt dieser Artikel nicht für jedes Spiel. Ab wann Kinder aufgenommen werden, regeln Landesrecht und Träger. Die DJF empfiehlt ihren Betreuendenschlüssel für 6- bis 9-Jährige. Prüft jede Idee an eurer Gruppe und vereinfacht sie für Jüngere.

Die Spiele stehen – jetzt den Termin organisieren: In der FWVS plant ihr die Gruppenstunde als Übungsabend, sammelt Zu- und Absagen der Eltern und haltet die Anwesenheit fest. Wie das zusammenpasst, zeigt die digitale Verwaltung für eure Kinderfeuerwehr. So liegt die Organisation beim Betreuerteam; die Kinder brauchen keinen eigenen Zugang.

Kategorie 1: Wasserspiele (5 Ideen) – Sommer

Bei Wärme bieten sich Wasserspiele an. Die Spiele hier brauchen leichtes Spielmaterial und keine Feuerwehrdruckschläuche. Sorgt für Schatten, Sonnenschutz, Trinkpausen und eine trockene Alternative, und ein Erwachsener bleibt immer beim Wasser. Mehr Ideen für einen ganzen Wassernachmittag stehen in den 15 Wasserspielen für Kinder- und Jugendfeuerwehr.

1. Schwamm-Zielwurf

Material: große weiche Schwämme, leerer Eimer, Bodenmarkierung.

Ablauf: Die Kinder werfen nacheinander einen leicht angefeuchteten Schwamm in den Eimer. Startet nah am Ziel. Jedes Kind hat drei Versuche, und zum Einsammeln warten alle hinter der Markierung.

Variante und Grenzen: Ziel vergrößern oder im Sitzen werfen. Keine Pumpen, Druckschläuche oder Kerzen, und niemand wird als Ziel benutzt.

2. Eimer-Staffel

DetailBeschreibung
Dauer15 Minuten
Material4 Eimer, 4 Becher, Wasser
LernzielTeamarbeit, Mengen vergleichen, Wege absprechen

Durchführung: Ein gemeinsames Team bringt kleine Wassermengen zwischen zwei stabilen, flachen Gefäßen hin und her. Die Kinder gehen nacheinander auf einem freien, trockenen Weg, das Tempo zählt nicht. Danach vergleicht die Gruppe, wie viel Wasser angekommen ist. Variante: am Tisch im Sitzen mit Schwämmen arbeiten. Nasse Stellen werden vor der nächsten Runde getrocknet.


3. Papier-Schlauchbahn

Material: breite Papierstreifen, Klebeband, Bildkarten.

Ablauf: Legt gemeinsam einen Weg zwischen einem Fahrzeugbild und einem Wasserbehälterbild. Ein Kind legt einen Streifen an, das nächste setzt fort. Am Ende prüft die Gruppe, ob ein Durchgang frei bleibt.

Variante und Grenzen: eine zweite Bahn auf dem Tisch bauen. Keine schweren Schläuche ausrollen und kein Wettlauf.

4. Schwimmen und Sinken beobachten

Material: flache Schale, wenig Wasser, große saubere Gegenstände, Bildkarten.

Ablauf: Die Betreuung wählt unbeschädigte Gegenstände aus, zum Beispiel einen großen Korkblock und einen Kunststoffbecher. Die Kinder vermuten zuerst, was oben bleibt, und legen die Dinge dann einzeln in die Schale. Danach vergleichen alle Vermutung und Beobachtung.

Variante und Grenzen: Ein Kind zeigt die Bildkarte, ein anderes legt den Gegenstand ein. Kein Untertauchen von Gesicht oder Händen als Wettbewerb, keine verschluckbaren Kleinteile, kein heißes Wasser. Die Schale wird am Schluss geleert.

5. Wasser am Tisch transportieren

Material: kleine Becher, zwei flache Schalen, Handtuch.

Ablauf: Die Kinder stehen oder sitzen am Tisch. Sie füllen einen Becher mit wenig Wasser und gießen ihn langsam in die zweite Schale. Jedes Kind versucht, möglichst wenig zu verschütten. Die Betreuung trocknet den Tisch und hält die Fläche frei.

Variante: Mit Trichter oder größerem Becher arbeiten, die Mengen vor und nach der Runde vergleichen. Wer trocken bleiben will, zeichnet die Füllstände.

Grenzen: keine Hindernisläufe mit randvollen Gefäßen.

Kategorie 2: Brandschutzerziehung spielerisch (5 Ideen)

Brandschutz ist ein ernstes Thema, gerade deshalb solltet ihr es spielerisch vermitteln. Verbindet kurze Erklärungen mit einer sichtbaren Aufgabe und fragt danach, was bei den Kindern angekommen ist.

6. Notruf-Rollenspiel

DetailBeschreibung
Dauer20 Minuten
MaterialPapp-Telefone ohne Verbindung, Szenariokarten
LernzielNotruf 112 absetzen, Rückfragen der Leitstelle beantworten

Durchführung: Eine Betreuungsperson spielt die Leitstelle, das Kind ruft an. Auf den Szenariokarten steht zum Beispiel „Oma ist hingefallen“, „Es brennt in der Küche“ oder „Jemand ist vom Fahrrad gestürzt“. Übt die Rückfragen: Wo ist es? Was ist passiert? Wie viele sind betroffen? Was siehst du? Dann warten, bis die Leitstelle das Gespräch beendet. Kinder dürfen gemeinsam antworten oder zunächst zuschauen. Es wird nie ein echter Notruf abgesetzt. Variante: Größere Kinder spielen die Leitstelle.


7. Feuer: hilfreich oder gefährlich?

DetailBeschreibung
Dauer15 Minuten
MaterialBildkarten (Kerze, Lagerfeuer, Herd, brennendes Haus, Streichholz)
Lernzielunterscheiden, wann Feuer nützlich und wann gefährlich ist

Durchführung: Haltet Bildkarten hoch und lasst die Kinder sortieren: Wo hilft Feuer, und wo wird es gefährlich? Feuer ist nicht „böse“, es kommt darauf an, wer dabei ist und wie man damit umgeht. Eine Kerze auf dem Geburtstagskuchen ist schön. Aber was passiert, wenn sie unbeaufsichtigt bleibt? Besprecht, warum dieselbe Flamme mal nützlich und mal gefährlich ist, und dass Streichhölzer und Feuerzeuge Sache der Erwachsenen sind. Es brennt dabei nichts. Variante: Die Kinder malen eigene Bilder.


8. Weg zum Sammelplatz

Material: abgestimmter Gebäudeplan, Anwesenheitsliste.

Ablauf: Geht ruhig durch das beleuchtete Gebäude zum vereinbarten Sammelplatz. Die Betreuung führt und zählt, niemand läuft voraus oder zurück.

Variante und Grenzen: Den Weg danach zeichnen. Kein Rauch, keine Tücher als Rauchschicht, keine heißen Türen. Was bei einem blockierten Weg gilt, klärt ihr vorab mit den Gebäudeverantwortlichen.

9. Rauchmelder-Detektive

DetailBeschreibung
Dauer15 Minuten
MaterialRauchmelder-Anschauungsmodell, Poster „Rauchmelder retten Leben“
LernzielRauchmelder erkennen, Funktion verstehen, den Piepton kennen

Durchführung: Zeigt einen Rauchmelder und erklärt: Was macht er? Warum ist er wichtig? Wo muss er hängen? Danach geht die Gruppe eine vorab freigegebene Route im beleuchteten Gebäude ab und sucht Rauchmelder. Die Kinder schauen vom Boden aus und fassen nichts an. Familienauftrag: Die Kinder sehen sich zu Hause mit Erwachsenen die Rauchmelder an, ohne auf Möbel zu steigen. Mehr zur Prüfung: Rauchmelder prüfen.


10. Gefahren auf Bildern entdecken

Material: selbst gezeichnete Alltagsszenen.

Ablauf: Die Kinder betrachten eine Kerze neben Papier oder einen zugestellten Ausgang und überlegen, was ein Erwachsener sicher tun könnte. Eine zweite Zeichnung zeigt die verbesserte Situation.

Variante und Grenzen: Die Kinder malen einen sicheren Raum. Es wird nichts angezündet und nichts erhitzt.

Kategorie 3: Bewegung und Hilfeholen (5 Ideen)

11. Boden-Parcours

Material: flache Markierungen, Pylonen, weiche Wurfbeutel.

Ablauf: Die Kinder gehen um Pylonen, folgen einer breiten Bodenlinie und legen einen Beutel ins Ziel. Ein Kind startet erst, wenn das vorige die Station verlassen hat.

Variante und Grenzen: Die Strecke verbreitern oder die Aufgaben am Tisch machen. Nicht in der Höhe balancieren, kein Zeitdruck, keine Atemschutz- oder Rauchsimulation.

12. Farbenwechsel

Material: drei farbige Karten.

Ablauf: Die Kinder gehen frei durch den Raum. Rot heißt stehen bleiben, Blau die Hände an die Hüfte, Gelb zur nächsten Bodenmarkierung gehen. Probt jede Regel vorher gemeinsam.

Variante und Grenzen: Die Farben laut benennen und mit Symbolen ergänzen. Keine falschen Gefahrensignale, kein Klettern auf Möbel, keine Kinder tragen.

13. Teddy findet Hilfe

Material: Teddy, Telefonattrappe, Kissen.

Ablauf: Der Teddy sitzt sichtbar am Tisch und braucht Hilfe. Ein Kind bleibt bei ihm, ein zweites holt eine erwachsene Betreuungsperson. Gemeinsam überlegt ihr, wie man beruhigend spricht.

Variante und Grenzen: Ein Trostbild malen. Keine Kinder schleppen, keine Augenbinden, keine schweren Verletzungen darstellen.

14. Gemeinsam packen

Material: Bildkarten von Trinkflasche, Jacke, Stiften, offener Karton.

Ablauf: Die Kinder ziehen nacheinander eine Karte, erklären, wofür man den Gegenstand braucht, und legen sie in die gemeinsame Kiste. Danach prüft die Gruppe, was für den Nachmittag noch fehlt.

Variante und Grenzen: Überlegt gemeinsam, was für einen Ausflug zusätzlich in die Kiste gehört. Keine zu große Schutzkleidung, kein Rennen mit Helm, keine Ausrücksimulation.

15. Hilfeweg auf dem Tisch

Material: Papier, Spielfiguren, Karte „Erwachsene Hilfe“.

Ablauf: Baut gemeinsam einen Modellort mit sicherem Treffpunkt. Beschreibt, wie eine Figur Hilfe holt und wo die anderen warten.

Variante und Grenzen: Die Betreuung spielt einen ruhigen Notruf. Kein Zeitrennen, keine Kindertransporte, keine Löschaufträge.

Kategorie 4: Basteln und Gestalten (5 Ideen)

Scheren und Kleber leitet ihr an. Erwachsene übernehmen scharfen Zuschnitt, Drahtenden und das Laminieren.

16. Feuerwehrauto aus Karton

DetailBeschreibung
Dauer45 Minuten
MaterialSchuhkartons, rote Farbe, schwarzes Papier (Räder), Stifte, Kleber
LernzielKreativität, Feinmotorik, Fahrzeugkunde

Durchführung: Besprecht zuerst, welche Teile ein Feuerwehrauto hat: Blaulicht, Schläuche, Leiter, Martinshorn. Dann baut jedes Kind ein Mini-Feuerwehrauto aus einem Schuhkarton. Am Ende gibt es eine Ausstellung im Gruppenraum, auf die die Kinder stolz sind. Variante: ein gemeinsames, niedriges Tischmodell, das niemand betritt oder beklettert.


17. Feuerwehr-Ausweise basteln

DetailBeschreibung
Dauer30 Minuten
MaterialKarton, Stifte, selbst gezeichnetes Bild statt Foto, Laminierfolie
LernzielZugehörigkeit zur Gruppe erleben

Durchführung: Jedes Kind gestaltet seinen eigenen Ausweis mit Gruppenname (freiwillig), selbst gezeichnetem Symbol, Lieblingsfarbe und einem „Dienstgrad“ wie „Löschzwerg“, „Feuerfuchs“ oder „Wasserretter“. Laminiert die Ausweise, damit sie halten. Hinweis: Das ist ein Spielausweis und kein amtliches Dokument. Erwachsene laminieren abseits der Bastelplätze, ohne Laminierfolie geht es auch.


18. Laternen basteln (St. Martin)

DetailBeschreibung
Dauer40 Minuten
MaterialLaternenstäbe, Transparentpapier, Kleber, Draht, LED-Licht
LernzielKreativität, Feuerwehrthema gestalten

Durchführung: Bastelt Feuerwehr-Laternen mit Flammenmotiven aus Transparentpapier oder in Form eines Feuerwehrautos. Am Martinstag geht es mit den Laternen auf den Umzug. Bei Dunkelheit tragen alle Kinder Warnwesten. Tipp: Ladet die Eltern zum Umzug ein. Das stärkt die Elternarbeit und zeigt, was eure Kinderfeuerwehr auf die Beine stellt.


19. Poster „Hilfeholen und sichere Wege“

DetailBeschreibung
Dauer30 Minuten
Materialgroßes Plakat, bunte Stifte, Aufkleber
LernzielVerhaltensregeln bei Feuer verinnerlichen

Durchführung: Klärt mit den Gebäudeverantwortlichen den tatsächlichen Fluchtweg, den Sammelplatz und das Verhalten bei einem nicht benutzbaren Weg. Besprecht dann Hilfeholen, die 112 und die Regel, nie in verrauchte Räume zurückzugehen. Gestaltet das Plakat mit diesen abgestimmten Regeln. Ein pauschales „immer hinaus“ kann bei blockierten Fluchtwegen gefährlich sein. Der Leitfaden zur Brandschutzerziehung erklärt den Rahmen.


20. Feuerlöscher-Attrappe basteln

DetailBeschreibung
Dauer30 Minuten
MaterialPET-Flasche (0,5 l), rotes Papier oder rote Farbe, Gummischlauch, Klebeband
LernzielFeuerlöscher kennenlernen, Funktion verstehen

Durchführung: Bastelt aus einer PET-Flasche einen „Feuerlöscher“: rot gestalten, Schlauch befestigen, Beschriftung anbringen. Erklärt vorher, wie ein echter Feuerlöscher funktioniert und wo er in Schule, Zuhause und Gerätehaus hängt. Und ganz wichtig: Kinder benutzen keine echten Feuerlöscher, das tun Erwachsene.

Kategorie 5: Teamspiele und Kooperation (5 Ideen)

In der Feuerwehr geht nichts allein, das gilt schon für die Kleinsten. Diese Spiele zeigen, was ein Team gemeinsam schafft.

21. Turmbau-Challenge

DetailBeschreibung
Dauer20 Minuten
MaterialZeitungspapier, Klebeband (pro Team 10 Blatt und 1 Rolle)
LernzielZusammenarbeit, Kreativität, Kommunikation

Durchführung: Die Teams bauen aus Zeitungspapier und Klebeband den höchsten freistehenden Turm. Nach 15 Minuten Bauzeit wird gemessen. Die Diskussionen in den Teams sind oft spannender als das Ergebnis. Variante: eine niedrige, breite Form mit einer großen leichten Spielfigur. Zum Höherbauen steigt niemand auf Möbel.


22. Gemeinsame Formen legen

Material: breite Stoffstreifen.

Ablauf: Legt am Tisch gemeinsam einen Kreis, eine Welle oder einen Fahrzeugumriss. Jedes Kind darf einen Abschnitt verändern. Sprecht vorher ab, welche Form entstehen soll.

Variante und Grenzen: Papierstreifen statt Stoff nehmen. Keine geschlossenen Augen, keine Schlaufen um den Körper, keine Hindernisse übersteigen.

23. Menschenkette

DetailBeschreibung
Dauer10 Minuten
MaterialEimer, Becher, Wasser
LernzielWasserversorgung der Feuerwehr verstehen, Zusammenarbeit

Durchführung: Die Kinder stehen in einer Reihe und reichen Becher mit Wasser von Hand zu Hand. Am Ende wird ein Eimer gefüllt. Verschüttetes Wasser wischt ihr sofort auf, danach geht es gemeinsam weiter. Erzählt dazu: Früher, als es noch keine Pumpen gab, haben die Menschen mit einer Eimerkette gelöscht. Das beeindruckt die Kinder.


24. Beschreiben und bauen

Material: große Bausteine, zwei gleiche Kartensätze.

Ablauf: Ein Kind beschreibt eine Bauform, ein anderes baut sie mit offenen Augen nach. Danach vergleichen beide und ändern die Beschreibung.

Variante und Grenzen: Bilder zeigen oder Gesten nutzen. Keine Augenbinden, keine Atemschutzsimulation. Rückfragen sind erlaubt.

25. Kooperations-Puzzle

DetailBeschreibung
Dauer20 Minuten
Materialgroßes Feuerwehr-Puzzle aus Plakatkarton, 4–6 Teile pro Team
LernzielZusammenarbeit, Kommunikation, Feuerwehrmotive

Durchführung: Druckt ein großes Feuerwehrbild (Feuerwehrauto, Gerätehaus oder Einsatzszene) auf Plakatkarton und schneidet es in Puzzleteile. Jedes Team bekommt einen Teil der Teile, aber nicht alle. Die Teams müssen tauschen und zusammenarbeiten, bis das Gesamtbild vollständig ist. Variante: Jedes Team malt ein eigenes Puzzle für ein anderes Team.

Auswahl statt Vollprogramm

Wählt wenige passende Spiele und prüft vorher Platz, Material und Betreuung. Für eine kleine Gruppe kann schon ein gemeinsames Puzzle genügen. Die Sammlung ist kein Ausbildungskatalog.

Muster-Übungsstunde (90 Minuten)

Wechselt ruhige und aktive Phasen ab, dann bleibt die Energie den ganzen Nachmittag. Ein Beispielablauf:

ZeitAktivitätBeispiel
0–10 MinBegrüßung und AufwärmspielFarbenwechsel (Nr. 12)
10–30 MinHauptthemaNotruf-Rollenspiel (Nr. 6)
30–45 MinBewegungsspielBoden-Parcours (Nr. 11)
45–55 MinPauseGetränke, Toilette
55–75 MinKreative AktivitätFeuerwehr-Ausweise basteln (Nr. 17)
75–85 MinAbschlussspielSchwamm-Zielwurf (Nr. 1)
85–90 MinVerabschiedung und AusblickWas machen wir nächstes Mal?

Tipps für gelungene Übungen

Vorbereitung: Legt das Material am Vortag bereit, besprecht den Ablauf im Betreuerteam und überlegt einen Plan B für schlechtes Wetter. Habt genug zu trinken da, besonders im Sommer.

Durchführung: Erklärt Spiele kurz und macht sie einmal vor, statt sie dreimal zu erklären. Bezieht alle Kinder ein, damit niemand am Rand steht. Funktioniert ein Spiel nicht, wechselt zum nächsten. Lobt und ermutigt, gebt konkrete Rückmeldung und korrigiert falsche Vorstellungen zur Sicherheit ruhig und verständlich.

Dokumentation: Haltet nach jedem Dienst kurz fest, welches Spiel ihr gemacht habt und wie es ankam. Über die Monate entsteht so ein Erfahrungsschatz, mit dem ihr euren Jahresthemenplan verbessern könnt.

Sicherheit bei allen Spielen

Prüft Raum und freie Wege. Stimmt Aufsicht und Teilgruppen auf die tatsächliche Aktivität ab. Für nasse Spiele braucht ihr eine trockene Alternative, Wechselkleidung und eine rutschfeste Fläche, und niemand wird gegen seinen Willen nass. Modelle bleiben leer und drucklos, ohne lose Kleinteile. Es gibt keine Einsatzsimulationen, Augenbinden oder Feuerversuche. Wer pausieren oder nur zuschauen will, darf das, bleibt aber in Sichtweite der Betreuung.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ein Kinderfeuerwehr-Treffen dauern?

60 bis 90 Minuten sind ein üblicher Rahmen. Beobachtet die Gruppe und passt Dauer, Wechsel und Pausen an. Ein fester Wochentag und ein gleichbleibender Ablauf geben den Kindern Orientierung.

Wie viel Feuerwehrtechnik gehört in die Kinderfeuerwehr?

Eine feste Prozentzahl gibt es nicht. Wählt die Inhalte nach Entwicklungsstand der Kinder und nach eurem Konzept. Spiel und Gemeinschaft stehen im Vordergrund.

Wie hält man Kinder dauerhaft bei der Stange?

Fragt die Kinder nach ihren Interessen, lasst sie zwischen Aufgaben wählen und achtet darauf, welche sie gern wiederholen. Ein abwechslungsreiches Programm allein garantiert keine dauerhafte Teilnahme. Ein gutes Zeichen ist die Frage „Wann ist das nächste Mal?“.

Nach dem Termin

Notiert, welche Aufgabe funktioniert hat und was ihr beim nächsten Mal anders vorbereitet, und bezieht die Rückmeldungen der Kinder ein.

Weiterlesen: 15 Wasserspiele für Kinder- und Jugendfeuerwehr, Gruppenstunde Kinderfeuerwehr: Ideen und Ablauf, Feuerwehr-Olympiade: Stationen und Bewegungsspiele, Brandschutzerziehung spielerisch. Ein Bastelprojekt mit Aufgabenverteilung und Ausstellung führt das gemeinsame Karton-Gerätehaus vollständig aus.

Quellen

Beachtet bei allen Spielen die Sicherheitsplanung und die Elternkommunikation.

Kinderfeuerwehr SpieleKinderfeuerwehr ÜbungenSpiele für KinderfeuerwehrGruppenstunde Kinderfeuerwehr IdeenBrandschutzerziehung Kinder Spiele
Aus der Theorie in die Praxis

Kinderfeuerwehr digital verwalten

Software für Ihre KF — Eltern-Login, digitale Einverständniserklärungen, Gruppenstunden organisieren.