Kinderfeuerwehr-Jahresprogramm: Zwölf-Monats-Plan zum Anpassen
Wer das Jahr der Kinderfeuerwehr vorab plant, weiß früh, was ansteht, besorgt Material rechtzeitig und kann Aufgaben im Betreuerteam verteilen. Dieser Artikel liefert einen Zwölf-Monats-Entwurf mit Themen, Ablaufplänen und Materiallisten. Gleicht ihn mit den Ferien, den Vorgaben vor Ort und den Wünschen der Kinder ab und richtet den Rhythmus nach der tatsächlichen Kapazität im Team.
Die fachliche Grundlage liefert die Arbeitshilfe „Kinder in der Feuerwehr“ der Deutschen Jugendfeuerwehr. Konkrete Spiele für einzelne Dienste findet ihr in 25 Übungen für die Kinderfeuerwehr. Hier geht es um den Rahmen für das ganze Jahr.
Was ein Jahresprogramm bringt
- Planungssicherheit: Ihr wisst schon im Januar, was im Oktober dran ist, und die wöchentliche Frage „Was machen wir nächste Woche?“ entfällt.
- Entlastung: Aufgaben lassen sich verteilen. Tragt neben jedem Termin eine zuständige Person und die noch offene Vorbereitung ein.
- Abwechslung: Themen, Jahreszeiten und sinnvolle Wiederholungen werden sichtbar, und alle Themenfelder kommen vor.
- Elternkommunikation: Eltern sehen auf einen Blick, was kommt (Elternarbeit).
- Kooperationen: Externe Partner sprecht ihr frühzeitig an.
Die fünf Themenfelder
Gestaltet den größten Teil der Zeit aktivierend, mit Spielen, Bewegung und Kreativem, und nur einen kleineren Teil mit Feuerwehrthemen. Die Kinderfeuerwehr ist keine vorgezogene Jugendfeuerwehr. Wer nur Feuerwehrtechnik macht, überfordert die Kleinen schnell, wer nur spielt, verliert den Bezug zur Feuerwehr. Wechselt deshalb regelmäßig zwischen diesen Feldern:
| Themenfeld | Beispiele |
|---|---|
| Brandschutzerziehung | Notruf, sichere Wege, Rauchmelderbilder |
| Feuerwehr kennenlernen | Fahrzeuge und Aufgaben anschauen |
| Erste Hilfe | Hilfeholen und Trost |
| Teamwork | Regeln, gemeinsames Bauen |
| Kreativität und Bewegung | Papierprojekte, Bodenspiele, Wasser-Experimente |
Der 12-Monats-Jahresthemenplan
Übersicht
| Monat | Thema | Schwerpunkt | Drinnen/Draußen | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Januar | Notruf 112 | Brandschutzerziehung | Drinnen | Vorbereitung auf den 11.2. (Europäischer Tag des Notrufs) |
| Februar | Karneval und Feuerwehr | Teamwork | Drinnen | Kostümparty |
| März | Erste Hilfe für Kinder | Erste Hilfe | Drinnen | Kooperation mit dem DRK möglich |
| April | Frühlings-Rallye | Teamwork | Draußen | Rallye rund ums Gerätehaus |
| Mai | Fahrzeuge und Geräte | Feuerwehr kennenlernen | Draußen | Fahrzeuge im Stillstand |
| Juni | Wasser-Experimente am Tisch | Kreativität und Bewegung | Draußen oder drinnen | Messen, Umfüllen, Schwamm-Zielwurf |
| Juli | Sommerfest oder Ausflug | Teamwork | Draußen | Familienfest oder Besuch |
| August | Sommerpause oder Ferienaktionen | – | – | Optional: Ferienspiele |
| September | Teambuilding-Nachmittag | Teamwork | Draußen | Neue Kinder einbinden |
| Oktober | Brandschutz auf Bildern | Brandschutzerziehung | Draußen und drinnen | Bildkarten und sichere Wege |
| November | Basteln und Kreatives | Kreativität und Bewegung | Drinnen | Laternen oder Weihnachtsbasteln |
| Dezember | Jahresabschluss und Feier | Teamwork | Drinnen | Weihnachtsfeier mit Eltern |
Die meisten Vorschläge unten sind auf 90 Minuten angelegt, einzelne weichen davon ab.
Sicherheit bei jedem Termin
- Plant Ankunft und Abholung fest ein: Wer bringt, wer holt, wer darf abholen?
- Mindestens eine Ersthelferin oder ein Ersthelfer ist dabei, Verbandkasten und Notfallliste mit den Telefonnummern der Eltern liegen bereit (siehe Notfallkontakte).
- Draußen: Trinken bereitstellen, Sonnenschutz und Kopfbedeckung im Sommer, Warnwesten in Straßennähe und bei Dunkelheit.
- Bei Wasser, auch in flachen Gefäßen, bleibt immer ein Erwachsener bei der Gruppe.
- Notrufe übt ihr nur mit Attrappen, nie mit einem echten Anruf bei der 112.
Monatsdetails
Januar: Notruf 112 – „Wir sind die 112-Profis!“
Ziel: Die Kinder üben, Hilfe zu holen, den Ort zu nennen und auf Rückfragen zu antworten.
Der 11. Februar ist der Europäische Tag des Notrufs 112. Im Januar bereitet ihr das Thema vor und plant für den Stichtag eine kleine Aktion, zum Beispiel ein Poster im Gerätehaus oder einen Elternbrief mit dem Motto „Wir üben Hilfeholen!“.
Ablauf (90 Minuten):
| Zeit | Aktivität | Material |
|---|---|---|
| 0–10 Min | Begrüßung, Aufwärmspiel „Farbenwechsel“ (ruhiges Gehen mit Bildsignalen) | Trillerpfeife |
| 10–25 Min | Gespräch: Hilfe holen und auf Fragen der Leitstelle antworten | Orts- und Hilfekarten |
| 25–45 Min | Notruf am Telefon als Rollenspiel | Papptelefone ohne Verbindung |
| 45–55 Min | Bewegungspause: Staffellauf mit „Rettungsauftrag“ | Pylonen, Bälle |
| 55–75 Min | Bastelstation: 112-Ausweis, mit dem Vermerk „Hilfeholen geübt“ als Andenken | Papier, Stifte, Schere, Laminierfolie |
| 75–90 Min | Abschlussrunde: Was haben wir gelernt? Ausblick auf das nächste Mal | – |
Februar: Karneval und Feuerwehr – „Helau und Alaaf!“
Ziel: Gemeinschaft erleben, Spaß haben, Kreativität fördern. Nicht jeder Dienst braucht ein Feuerwehr-Lernziel, manchmal geht es um den Zusammenhalt.
Ablauf (90 Minuten):
| Zeit | Aktivität | Material |
|---|---|---|
| 0–10 Min | Verkleidungsparade: Jedes Kind stellt sein Kostüm vor | – |
| 10–30 Min | Spiel: Formenlegen und Farbenwechsel | Bildkarten, Stoffstreifen |
| 30–50 Min | Bastelstation: Feuerwehr-Masken | Tonpapier, Gummibänder, Stifte |
| 50–65 Min | Spiel „Wasser marsch!“: ruhiger Bechertransfer | Becher, Eimer, Wasser |
| 65–80 Min | Krapfen oder Berliner essen (Eltern backen mit?) | Gebäck, Servietten |
| 80–90 Min | Alle Kostüme und Ideen würdigen, Abschluss | Kleine Preise |
Fragt vorher bei den Eltern nach Allergien und Unverträglichkeiten. Ladet die Eltern zum Zuschauen ein: Karneval ist ein lockerer Anlass, bei dem sich auch zurückhaltende Eltern wohlfühlen.
März: Erste Hilfe für Kinder – „Kleine Retter, großes Herz“
Ziel: Die Kinder üben, Hilfe zu holen und zu trösten. Weitergehende Erste-Hilfe-Übungen gehören in die Hände einer geeigneten Fachausbildung.
Fragt beim örtlichen DRK oder bei den Maltesern nach einem Angebot für Kinder. Die folgende Variante bleibt bei Teddy, Bildkarten und Hilfeholen. Jedes Kind entscheidet selbst, ob es etwas anfasst, und niemand muss etwas als Mutprobe tun.
Ablauf (90 Minuten):
| Zeit | Aktivität | Material |
|---|---|---|
| 0–10 Min | Aufwärmspiel „Verletztentransport“: Teddy auf einer Decke tragen | Decke, Kuscheltier |
| 10–30 Min | Station 1: Pflaster und lockere Verbände am Teddy ausprobieren | Pflaster, Mullbinden |
| 30–50 Min | Station 2: bei Teddy bleiben, trösten und Erwachsene holen | Teddy, Bildkarten |
| 50–65 Min | Station 3: Notruf 112 als Wiederholung vom Januar | Telefon-Attrappe |
| 65–80 Min | Tischspiel „Hilfeweg“ mit Bildern und Figuren | Bildkarten, Spielfiguren |
| 80–90 Min | Andenken „Wir haben Hilfeholen geübt“, Abschluss | Urkunden (vorgedruckt) |
April: Frühlings-Rallye – „Abenteuer rund ums Gerätehaus“
Ziel: Teamarbeit, Orientierung, Feuerwehrwissen vertiefen. Endlich wieder an die frische Luft.
Ablauf (90–120 Minuten):
| Station | Aufgabe | Punkte |
|---|---|---|
| 1 – Schlauchkunde | Papierstreifen zu einer Bahn legen | 1–5 |
| 2 – Quiz | 10 Feuerwehr-Fragen beantworten | 1–10 |
| 3 – Geschicklichkeit | kleine Wassermenge am Tisch umfüllen | 1–5 |
| 4 – Knotenkunde | einfachen Knoten binden | 1–5 |
| 5 – Puzzle | Feuerwehr-Puzzle zusammensetzen | 1–5 |
| 6 – Materialplanung | Materialbildkarten gemeinsam zuordnen | 1–5 |
Teilt die Kinder in gemischte Teams ein, dann lernen sich auch Kinder kennen, die sonst nicht zusammen spielen. Die Punkte zählt ihr gemeinsam als Teamergebnis, ein Siegerteam gibt es nicht. Alle Teams bekommen eine Urkunde, und ein kleiner Pokal für den Gruppenraum gehört allen gemeinsam.
Mai: Fahrzeuge und Geräte – „Was ist drin im Feuerwehrauto?“
Ziel: Die Kinder kennen die wichtigsten Fahrzeuge und Geräte und wissen, wofür sie gebraucht werden.
Für viele Kinder ist dieser Dienst der Höhepunkt des Jahres. Die Fahrzeuge werden im gesicherten Stillstand gezeigt, die Bedienelemente bleiben Erwachsenen vorbehalten.
Ablauf (90 Minuten):
| Zeit | Aktivität | Material |
|---|---|---|
| 0–15 Min | Fahrzeugschau: alle Fahrzeuge anschauen und benennen | Fahrzeuge im Gerätehaus |
| 15–35 Min | Stationenlernen: Jedes Fahrzeug erklärt ein aktives Mitglied | 2–3 aktive Feuerwehrleute |
| 35–50 Min | Bildkarten der Geräte zuordnen | Gerätebilder |
| 50–65 Min | Spiel „Ausrüstungs-Memory“ | Memory-Karten (selbst erstellt) |
| 65–80 Min | Malen: „Mein Lieblings-Feuerwehrauto“ | Papier, Buntstifte |
| 80–90 Min | Abschluss: alle Bilder zeigen, Fotos nur nach Freigabe | Kamera |
Kinder mögen es, wenn echte Feuerwehrleute ihnen etwas zeigen, und für die Aktiven ist es eine willkommene Abwechslung.
Juni: Wasser-Experimente am Tisch
Ziel: Gemeinsam planen und kleine Wassermengen beobachten, messen und umfüllen.
| Zeit | Aktivität | Material |
|---|---|---|
| 0–10 | Regeln besprechen, trockene Alternative zeigen | Bildkarten |
| 10–25 | Schwamm-Zielwurf | Schwämme, Eimer |
| 25–40 | Kleine Mengen am Tisch umfüllen | Becher, Schalen |
| 40–50 | Trinken und Hände trocknen | Handtücher |
| 50–70 | Messaufgabe und Wasserbild | Messbecher, Papier |
| 70–85 | Gefäße leeren und aufräumen | Aufräumkiste |
| 85–90 | Abschluss und Übergabe an die Eltern | Anwesenheitsliste |
Es gibt weder Hydrant noch Druckschlauch, Planschbecken oder Rutschplane. Bei Sonne sorgt ihr für Schatten und Sonnenschutz, und alle Gefäße werden vor dem Ende geleert. Weitere Varianten mit Grenzen stehen in den 15 Wasserideen.
Juli: Sommerfest oder Ausflug – „Raus aus dem Gerätehaus!“
Ziel: Gemeinschaft stärken, Neues kennenlernen, Familien einbinden.
Ausflugsideen:
| Ziel | Lerneffekt | Aufwand |
|---|---|---|
| Berufsfeuerwehr besuchen | echten Feuerwehr-Alltag erleben | mittel |
| Leitstelle besichtigen | sehen, wie ein Notruf bearbeitet wird | mittel |
| Waldwanderung mit Waldbrandthema | Natur und Brandschutz | gering |
| Museumsrundgang | Anschauen und Fragen | nach Gruppenkonzept gesondert planen |
| Feuerwehrmuseum | Geschichte der Feuerwehr | hoch |
| Nachbar-Kinderfeuerwehr besuchen | andere Kinder kennenlernen | mittel |
Alternativ veranstaltet ihr ein Familienfest mit Spielstationen, Grillbuffet und einer kleinen Vorführung, bei der die Kinder freiwillig zeigen, was sie geübt haben. Für Ausflüge gibt es eine eigene Checkliste.
August: Sommerpause oder Ferienaktionen
In vielen Kinderfeuerwehren ruht der reguläre Dienst in den Sommerferien. Das ist in Ordnung. Wollt ihr die Zeit trotzdem nutzen, gibt es zwei Möglichkeiten.
Option A: komplette Pause (etwa sechs Wochen)
- Letzter Dienst vor den Ferien mit „Ferien-Check“ (Sonnenschutz, Baderegeln)
- Erster Dienst nach den Ferien: Willkommensrunde für neue Kinder
Option B: Ferienaktionen (1–2 besondere Angebote)
- Ganztagsausflug, zum Beispiel in einen Tierpark
- Ferienspaß-Tag mit Spielen und gemeinsamem Essen
- Beitrag zum Ferienprogramm der Gemeinde
September: Teambuilding-Nachmittag – „Zusammen sind wir stark!“
Ziel: Das neue Kinderfeuerwehr-Jahr starten und neue und bestehende Kinder zusammenführen.
Nach den Ferien kommen oft neue Kinder dazu, und die Gruppe muss sich erst wieder finden. Nehmt euch dafür Zeit.
Ablauf (90 Minuten):
| Zeit | Aktivität | Material |
|---|---|---|
| 0–15 Min | Begrüßung, neue Kinder vorstellen, Kennenlernspiel | Namensschilder |
| 15–35 Min | Teamspiel „Turmbau“: Gruppen bauen einen Turm aus Zeitungspapier | Zeitungen, Klebeband |
| 35–55 Min | Kooperationsspiel: gemeinsame Formen auf dem Tisch legen | Papierstreifen |
| 55–70 Min | Kommunikationsspiel „Beschreiben und Bauen“ | Bausteine |
| 70–85 Min | Gemeinsame Regeln aufstellen: „Unsere Gruppenregeln“ (die Kinder bestimmen mit) | Plakat, Marker |
| 85–90 Min | Ergebnis zeigen, Ausblick aufs neue Jahr; Foto nur nach Freigabe | Kamera |
Oktober: Brandschutz auf Bildern
Ziel: Gefahren erkennen und Hilfeholen üben, ohne Feuer, Hitze oder Rauch zu erzeugen.
| Zeit | Aktivität | Material |
|---|---|---|
| 0–10 | Vorwissen sammeln | Bildkarten |
| 10–25 | Gefahrenbild gemeinsam besprechen | Zeichnung |
| 25–40 | Hilfe bei Erwachsenen holen und Notruf im Gespräch | Papptelefon |
| 40–50 | Pause | Getränke |
| 50–70 | Abgestimmten sicheren Weg abgehen | Gebäudeplan |
| 70–85 | Gemeinsam ein Hilfeposter zeichnen | Papier, Stifte |
| 85–90 | Abschluss | – |
Besprecht die Regeln für das Gebäude vorab mit der verantwortlichen Person. Der Leitfaden zur Brandschutzerziehung grenzt sichere Wege vom gefährlichen Rauchkriechen ab.
November: Basteln und Kreatives – „Feuerwehr zum Anfassen“
Ziel: Kreativität fördern, Feinmotorik schulen, Feuerwehrbezug herstellen. Ein gemütlicher Nachmittag für die dunkle Jahreszeit.
Bastelideen zur Auswahl:
| Projekt | Dauer | Material |
|---|---|---|
| Feuerwehrauto aus Karton | 45 Min | Schuhkarton, Farbe, Räder |
| Laterne „Flamme“ (St. Martin) | 30 Min | LED-Laternenstab, Transparentpapier |
| Feuerlöscher-Bildmodell | 30 Min | saubere leere Schachtel, rotes Papier, Stifte |
| Feuerwehr-Adventskalender | 60 Min | Tonpapier, kleine Überraschungen |
| Bilderrahmen „Mein Jahr in der Kinderfeuerwehr“ | 30 Min | Rahmen, Fotos des Jahres |
Verbindet das Basteln mit etwas Wissen: Während die Kinder werkeln, lest ihr eine Geschichte über die Feuerwehr vor oder macht ein kurzes Quiz. Beim Laternenumzug im Dunkeln tragen alle Kinder Warnwesten oder reflektierende Kleidung.
Dezember: Jahresabschluss und Feier – „Wir feiern unser Kinderfeuerwehr-Jahr!“
Ziel: Gemeinschaft erleben, auf das Jahr zurückblicken, sich aufs neue Jahr freuen.
Programmvorschlag:
| Zeit | Aktivität | Hinweis |
|---|---|---|
| 0–15 Min | Begrüßung, Weihnachtslied oder -geschichte | Stimmung schaffen |
| 15–35 Min | Jahresrückblick mit Fotos und Höhepunkten (Beamer) | nur Fotos nutzen, für die eine passende Freigabe vorliegt |
| 35–50 Min | Urkunden für alle Kinder (Teilnahme, besondere Leistung) | Urkunden vorbereiten |
| 50–70 Min | Weihnachtsbasteln oder Plätzchen verzieren | Material, Plätzchen |
| 70–90 Min | Gemeinsames Essen mit Eltern (Punsch, Plätzchen, Bratwurst) | Eltern bringen etwas mit |
| Abschluss | Ausblick aufs neue Jahr, Weihnachtsgrüße | – |
Ladet die Eltern zur Weihnachtsfeier ein und stellt dabei den Jahresplan fürs nächste Jahr vor. Wenn die Kinder stolz ihre Urkunden zeigen und von ihren Höhepunkten erzählen, sehen die Eltern, was das Jahr gebracht hat.
Beim Basteln und Essen klärt ihr vorab Material, Allergien und Aufsicht. Laminieren und schwierige Schnitte übernehmen Erwachsene, Laternen laufen mit LED-Licht.
Flexibilität einplanen
Der Jahresplan ist eine Richtschnur, kein Korsett. Prüft mit dem Team regelmäßig, ob Rhythmus und Aufgabenverteilung noch passen.
Regnet es im Juni, verlegt die Wasser-Experimente nach drinnen, sie brauchen nur Tische. Begeistert ein Thema die Kinder, vertieft es über die geplante Zeit hinaus. Gab es im Ort einen Großeinsatz, besprecht ihn kindgerecht. Kommen mitten im Jahr neue Kinder dazu, plant ein zusätzliches Kennenlernen ein. Und habt für jeden Dienst einen Plan B, dessen Betreuung ebenfalls geklärt ist.
Checkliste: Jahresprogramm erstellen
- Alle fünf Themenfelder kommen vor (Brandschutzerziehung, Feuerwehr kennenlernen, Erste Hilfe, Teamwork, Kreativität und Bewegung)
- Jahreszeiten beachtet (draußen im Sommer, drinnen im Winter)
- Mindestens ein Höhepunkt pro Quartal (Ausflug, Fest, besondere Aktion)
- Ferienzeiten berücksichtigt (Pause oder Ferienaktionen)
- Materiallisten für jeden Dienst erstellt
- Zuständigkeiten im Betreuerteam verteilt
- Kooperationspartner früh angesprochen
- Elternbrief mit dem Jahresplan verschickt
- Termine im gemeinsamen Kalender des Teams eingetragen
- Plan B für schlechtes Wetter und Ausfälle vorbereitet
Häufige Fragen
Wie viele Termine sollte man einplanen?
So viele, wie Team und Familien tatsächlich tragen können. Rechnet Ferien und Vorbereitungszeit ein und legt nur Termine fest, die ihr zuverlässig vorbereiten und betreuen könnt.
Wie viel Feuerwehrtechnik gehört ins Kinderfeuerwehr-Programm?
Eher wenig. Der Schwerpunkt liegt auf Spiel, Bewegung, Kreativem und sozialem Lernen, ergänzt um Themen wie Notruf, Brandschutz und Fahrzeugkunde. Ein zu technisches Programm überfordert die Kleinen schnell.
Muss ich mich genau an den 12-Monats-Plan halten?
Nein. Der Plan ist eine Vorlage. Tauscht Themen nach Wetter, Jahreszeit und Interesse der Gruppe, und haltet für jeden Dienst einen einfacheren Plan B bereit, den die anwesenden Betreuenden sicher durchführen können.
Ab welchem Alter gibt es die Kinderfeuerwehr?
Das regeln Landesrecht, Träger und örtliche Ordnung. Die DJF empfiehlt ihren Betreuendenschlüssel für 6- bis 9-Jährige. Die Vorschläge in diesem Plan sind Anregungen und ersetzen keine Aufnahmeregel eures Landes oder Trägers.
Nach dem Termin
Notiert, was funktioniert hat und was ihr beim nächsten Mal anders vorbereitet, und fragt die Kinder nach ihrer Meinung.
Quellen
Zur Planung gehören außerdem die Sicherheitsregeln und die Kommunikation mit den Eltern.