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Kinderfeuerwehr01. Oktober 2026Aktualisiert: 02. Oktober 2026FWVS Redaktion4 Min. Lesezeit

Kinderfeuerwehr bastelt mit Karton: ein gemeinsames Gerätehaus

Recycling-Bastelprojekt mit Aufgabenverteilung, sicherem Zuschnitt, Materialliste, 90-Minuten-Plan und Varianten ohne Spezialwerkzeug.

Kinderfeuerwehr bastelt mit Karton: ein gemeinsames Gerätehaus

Aus sauberen Kartons entsteht in 90 Minuten ein gemeinsames Gerätehausmodell. Vier Teams gestalten je einen Teil, am Ende zeigt jedes Team seinen Beitrag bei einem kleinen Rundgang. Erwachsene schneiden den Karton zu, die Kinder gestalten, ordnen und kleben. So lernen die Kinder, sich abzusprechen und Lösungen für Platzprobleme zu finden.

Das Ergebnis vorher zeigen

Zeichnet vorab eine einfache Skizze: Gruppenraum, Fahrzeugstellplatz und freier Weg. Es entsteht ein Spielmodell auf einer Tischplatte, kein maßstabsgetreues oder begehbares Haus.

Die DJF-Arbeitshilfe für Kindergruppen beschreibt unter anderem Bastelanleitungen. Der Modellbau hier ist ein eigener Entwurf und passt als Baustein in die Gruppenstunden.

Welche Verpackungen geeignet sind

Nutzt trockene, saubere Kartons ohne scharfe Klammern. Entfernt Etiketten mit personenbezogenen Angaben. Verpackungen von Reinigungsmitteln, Medikamenten oder unbekannten Stoffen gehören nicht in die Materialkiste. Wählt große Teile, die zur Gruppe passen; Kleinteile sind für dieses Projekt nicht nötig.

Bereitet Grundplatten, rechteckige Räume und große Räder vor. Scharfe Schneidearbeiten erfolgen durch Erwachsene außerhalb der Kinderarbeitsplätze. Die Kinder erhalten geeignete Scheren, Stifte und Kleber nach Einweisung. Heißkleber, Cuttermesser und Sprühfarbe sind nicht Teil des Kinderablaufs.

Materialliste und Arbeitsplatz

  • Große Grundplatte aus Karton
  • Saubere Schuhkartons oder vorbereitete niedrige Schachteln
  • Große Papierformen, Stifte und Papierkleber
  • Breite Streifen für Wege und farbige Symbole
  • Kisten für Restmaterial und fertige Teile
  • Tischschutz und Tücher für die Reinigung

Sorgt für genug Arbeitsfläche und einen freien Durchgang. Ein Materialtisch verhindert, dass alles zwischen Stühlen und Füßen landet. Eine Betreuungsperson gibt das Material aus, die anderen verteilen sich auf die Teams.

Ablauf für 90 Minuten

ZeitInhalt
0–10Skizze zeigen, Aufgaben und Werkzeugregeln
10–25Räume und Fahrzeugform gestalten
25–40Wege und Materialplätze vorbereiten
40–50Pause, Hände reinigen
50–70Teile zusammenführen und ändern
70–80Ausstellung und gemeinsamer Rundgang
80–90Aufräumen und geregelte Abholung

90 Minuten sind für Kinder lang. Plant die Pause fest ein, oder teilt das Projekt auf zwei Gruppenstunden à 45 Minuten. Reicht die Zeit nicht, wird nur ein Gebäudeteil fertig. Baut am Ende nicht hektisch selbst fertig, was die Kinder angefangen haben.

Vier gleichwertige Aufgaben

Raumteam: Gestaltet einen Gruppenraum aus einer offenen Schachtel. Überlegt, wo Tisch, Material und Taschen stehen. Stellt keine Möbel auf den gezeichneten Weg.

Fahrzeugteam: Klebt aus großen Papierformen ein Fahrzeug auf eine Kartonseite. Es muss keine exakte Fahrzeugklasse treffen. Sprecht kurz darüber, was Räder und Fenster zeigen.

Wegteam: Legt breite Papierstreifen auf die Grundplatte. Sie verbinden Gruppenraum, Ausgang und einen Modelltreffpunkt. Wege bleiben frei; beim echten Gebäude gelten dessen abgestimmte Regeln.

Symbolteam: Malt große Schilder für das Modell, zum Beispiel einen Wasserhahn für „Hier gibt es Trinken“, ein Fragezeichen für „Hier gibt es Hilfe“ und eine Kiste für „Hier liegt Material“. Statt Beschriftung genügen Symbole. Das Team erklärt sie beim Rundgang.

Kinder dürfen wechseln, solange ein Teil noch nicht verklebt ist. Kein Kind bleibt dauerhaft beim Aufräumen, nur weil es langsamer bastelt.

Die Teile gemeinsam zusammenführen

Legt zuerst alles lose auf die Grundplatte. Jede Gruppe erklärt, welchen Platz sie vorgesehen hat. Wenn zwei Teile denselben Platz brauchen, sucht gemeinsam eine Änderung: kleineres Teil, anderer Weg oder zweite Grundplatte.

Erst wenn die Gruppe zustimmt, wird festgeklebt. Das ist der eigentliche Kooperationsschritt. Erwachsene lösen nicht jedes Platzproblem vorab, halten aber sichere Werkzeug- und Raumregeln ein.

Varianten für unterschiedliche Bedürfnisse

Bei wenig Zeit baut ihr nur den Gruppenraum. Bei eingeschränktem Greifen verwendet ihr größere Formen und Klebepunkte nach Absprache. Kinder können beschreiben, während eine Partnerperson die gewünschte Bewegung ausführt. Fragen und Hilfe bleiben erlaubt.

Für eine ältere Gruppe ergänzt ihr eine Materialliste: Was wird gebraucht, was ist bereits da, was kann man weglassen? Der Anspruch wächst durch Planung, nicht durch schärferes Werkzeug. Hinweise zu gleichwertigen Aufgaben enthält der Leitfaden zu inklusiven Spielen.

Ausstellung ohne Personenfotos

Stellt das Modell im freigegebenen Raum aus und lasst Kinder ihre Teile zeigen. Ein Foto nur vom Modell kann den Eltern erklären, was entstanden ist. Prüft trotzdem, dass keine Namensschilder oder persönlichen Angaben im Bild liegen. Erkennbare Kinderfotos sind eine andere Entscheidung; dazu hilft der Datenschutzleitfaden.

Beim Aufräumen trennen Erwachsene ungeeignete Reste aus und sichern Werkzeug. Notiert für eine Wiederholung, welche Formen vorbereitet werden sollten und welche Aufgabe besonders viel Unterstützung benötigte.

Bei der nächsten Gruppenstunde kann das Modell als Spielfläche dienen, zum Beispiel für das Notruf-Rollenspiel.

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