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Jugendfeuerwehr01. Oktober 2026Aktualisiert: 02. Oktober 2026FWVS Redaktion6 Min. Lesezeit

Technikquiz für die Jugendfeuerwehr: vier Gerätekunde-Stationen

Vier Quizstationen zur Gerätekunde mit fertigen Antwortkarten, 75-Minuten-Plan und klaren Grenzen: erkennen und erklären, nicht bedienen.

Technikquiz für die Jugendfeuerwehr: vier Gerätekunde-Stationen

Ein Technikquiz fragt nicht nur Namen ab. Die Jugendlichen sollen zu jedem Gerät drei Dinge sagen können: Wie heißt es, wofür dient es, und was darf man damit noch nicht tun. Vier betreute Stationen mit Bildern, Karten und einer kurzen Erklärung genügen. Kein Gerät wird in Betrieb genommen, und niemand entnimmt Material aus einem Fahrzeug.

Lernziel und fachliche Kontrolle

Die Gruppe soll einige Geräte erkennen, ihre Grundaufgabe erklären und sagen, wann sie eine ausgebildete Person braucht. Legt mit eurer Ausbildungsleitung fest, welche Geräte zum Kenntnisstand passen.

Der Jugendflamme-Aufgabenkatalog 2026 führt Fahrzeug- und Gerätekunde als Thema. Das Quiz bereitet darauf vor, ersetzt aber keine Abnahme. Stimmt diese mit der zuständigen Stelle ab; den Rahmen erklärt der Jugendflamme-Beitrag.

Material und Aufbau

Ihr braucht Fotos, Namenskarten, kurze Aufgabenkarten und eine Lösungskarte. Für die Gegenstandsstation wählt eine fachkundige Person ungefährliche Stücke aus. Elektrische, hydraulische und motorisierte Geräte bedienen Jugendliche nicht.

Ein Foto des örtlichen Fahrzeugs kann einen Ablageort zeigen. Prüft vorher, ob das Bild verwendet werden darf und nichts Vertrauliches zu sehen ist. Technische Werte wie Fassungsvermögen entnehmt ihr dem tatsächlichen Fahrzeug oder freigegebenen Unterlagen, schätzt sie nicht vom Typnamen.

Haltet Laufwege frei. Für das Arbeiten im Feuerwehrhaus hilft die DGUV Information 205-008.

Ablauf für 75 Minuten

AbschnittZeitInhalt
Einstieg10 MinutenZiel und Grenzen erklären
Stationen40 MinutenVier Gruppen, je 10 Minuten pro Station einschließlich Wechsel
Pause und Abgleich10 MinutenUnklare Antworten besprechen
Erklärrunde10 MinutenJede Gruppe erklärt ein Gerät in eigenen Worten
Abschluss5 MinutenErgebnis, Material zählen

Mit weniger Betreuung läuft das Quiz nacheinander an einem Tisch. Es gibt keine Zeitwertung. Wenn ihr Punkte vergebt, zählt eine nachvollziehbare Erklärung mehr als ein erratenes Wort.

Station 1: Bild und Name

Vier deutlich verschiedene Gerätebilder liegen vor der Gruppe, daneben die Namenskarten. Die Gruppe ordnet zu und nennt ein Merkmal, an dem sie das Gerät erkannt hat. Gebt zuerst einen Hinweis, bevor ihr die Lösung zeigt.

Eine gute erste Auswahl: Verteiler, Strahlrohr, Feuerwehrleine und Leitkegel (örtlich auch Warnkegel genannt; verwendet die Bezeichnung eurer Wehr). Die Fachperson prüft Namen und Bilder vorher. Pro Foto ein Gerät, klar markiert.

Auftrag: „Welche Namenskarte gehört zum markierten Gegenstand? Nenne ein sichtbares Merkmal.“ Die Lösungskarte zeigt dasselbe Bild mit dem Namen.

Station 2: Gerät und Aufgabe

Die Gruppe bekommt kurze Beschreibungen, etwa „Verteilt Wasser auf mehrere Schlauchleitungen“, und ordnet sie dem Bild zu. Danach sagt sie, was man mit dem Gerät noch nicht darf.

Auftrag: „Ordne Bild und Aufgabe zu. Was ist damit nicht automatisch erlaubt?“ Antwort zum Beispiel bei einem Gerätebild: Erkennen und Beschreiben ist keine Freigabe zum Bedienen.

Haltet die Aufgabe klein. Sätze wie „Damit löscht man jeden Brand“ sind falsch.

Station 3: Ablageort auf dem Foto

Nehmt einen freigegebenen Ausschnitt des Beladungsplans oder ein eigenes Foto. Die Jugendlichen markieren ein vorbereitetes Gerät und beschreiben den Bereich. Danach wird verglichen.

Niemand rennt zum Fahrzeug oder öffnet Geräteräume. Zugang zur Praxis gibt später die zuständige Person frei.

Ohne Fahrzeugfoto zeichnet ihr ein erfundenes Regal mit drei Fächern: oben Leitkegel, Mitte Verteiler, unten Strahlrohr. Der Auftrag „Markiere den Verteiler“ hat die Lösung „mittleres Fach“. Kennzeichnet die Zeichnung als Lernmodell. Für Erfahrene gibt es ein zweites Foto aus anderer Perspektive, für Neue die Suche anhand der Namenskarte.

Station 4: Aussagen prüfen

Gebt je eine richtige, eine unvollständige und eine übertriebene Aussage: „Das Bild zeigt einen Verteiler.“ – „Das Gerät ist irgendwo im Auto.“ – „Wer den Namen kennt, darf es sofort bedienen.“

Die Gruppe sortiert: passt, braucht mehr Information, falsch. Die Lösung: Die erste Aussage passt zum markierten Verteilerfoto. Die zweite reicht nicht, gefragt ist der genaue Platz im geprüften Plan. Die dritte ist falsch, Bedienung braucht den sicheren Rahmen und die Freigabe. Eine bessere Aussage lautet: „Ich erkenne den Verteiler und lasse mir die Verwendung von der zuständigen Person zeigen.“

Zahlenwerte fragt ihr nur ab, wenn sie aus einem geprüften örtlichen Nachweis stammen.

Fertige Antwortkarten für die Grundrunde

Die Fachperson kontrolliert Bilder und Begriffe vor dem Dienst.

Bild und FrageLösungGrenze für diesen Abend
Verteiler: „Welche Grundaufgabe hat er?“Verteilt Wasser auf mehrere AbgängeKein Anschluss, kein Wasserbetrieb
Strahlrohr: „Wo wird Löschwasser abgegeben?“Am Schlauchende über das StrahlrohrNicht auf Menschen richten, nicht betreiben
Leitkegel: „Was macht er sichtbar?“Einen markierten BereichAllein kein Schutz vor Fahrzeugverkehr
Feuerwehrleine: „Was lernen wir daran?“Verlauf eines Knotenmodells erkennenKeine Menschen sichern, keine Lasten anhängen

Für die Betreuung notiert jede Karte Gerät, richtige Grundaufgabe und eine Erklärhilfe. Sind sich zwei Betreuende nicht einig, wird die Frage vor dem Dienst geklärt oder gestrichen. Eine Karte darf auch „aus dem Bild nicht bestimmbar“ lauten. Das lehrt, die Grenzen des eigenen Wissens zu erkennen.

Beteiligung

Antworten dürfen gesprochen, gezeigt oder geschrieben werden. Große Fotos und wenig Text helfen. Erfahrene bereiten eine eigene Frage vor, die die Fachperson vorher prüft. Wechselt die Rollen (Karte halten, Antwort erklären, Lösung vergleichen), damit zurückhaltende Jugendliche nicht im Wettlauf um die schnellste Antwort untergehen. Mehr zu Lernzugängen: Pädagogikleitfaden.

Häufige Fehler

  • Unleserliche Fotos oder Fragen, deren Antwort nur die Betreuung kennt und nicht erklären kann.
  • Echte Geräte als Belohnung für richtige Antworten. Dann wird aus Wissen eine ungeprüfte Bedienfreigabe.
  • Zu viele Geräte. Bei einem Schnupperabend genügen wenige Bilder.

Abschluss

Jede Gruppe erklärt ein Gerät und eine Grenze. Fragt dann, welcher Begriff noch unklar ist. Der nächste Dienst kann genau diesen Punkt vertiefen, zum Beispiel mit einer Vorführung durch eine ausgebildete Person.

Checkliste

  • Geräte und Bezeichnungen fachlich geprüft
  • Bildrechte und vertrauliche Angaben geprüft
  • Antwortkarten vollständig
  • Keine Gerätebedienung, keine Entnahme aus dem Fahrzeug
  • Offener Lernpunkt für die nächste Stunde notiert

Weitere Methoden findet ihr in der Übungsabendsammlung.

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